Die Menschen wollten keine Geräte mehr, sondern Dienste, erklärte Bezos die Philosophie hinter Amazons Kindle-Geschäftsmodell. Deshalb hätten auch die vielen Tablets mit dem Google-Betriebssystem Android bisher wenig Erfolg gehabt. Die Preise halte Amazon niedrig, weil der Konzern nicht beim Verkauf der Geräte Geld verdienen wolle, sondern wenn Kunden sie nutzen und Inhalte kaufen. Schon seit dem ersten Fire vermuten Branchenkenner, dass Amazon bei diesem Gerätepreis draufzahlen muss, der Konzern aber von dem besseren Verkauf seiner Inhalte stark profitiere.

Bezos stellte auch einen neuen E-Book-Reader vor, den Kindle Paperwhite, der einen helleren Bildschirm bekommen hat. Dieses Gerät, das in den USA 119 Dollar kosten soll, wird zunächst in Deutschland nicht ausgeliefert. Amazon gibt tradtionsgemäß keine Zahlen zum Kindle-Absatz bekannt. Nach Berechnungen der Marktforscher von IDC kamen die Fire-Tablets im vergangenen Quartal auf einen Marktanteil von fünf Prozent mit 1,25 Millionen abgesetzten Geräten. Apples dominierte mit 17 Millionen verkauften iPads und einem Marktanteil von 68 Prozent nach wie vor das Geschäft.

Zeitgleich zur Präsentation hat Amazon in den USA einen neuen Spot für seine Kindle-Serie gestartet, der zeigen soll, wie sehr das Kindle mittlerweiile im Alltagsleben der Kunden angekommen ist. dpa


Autor: Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Eines davon dreht sich um ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.