
Führungswechsel:
Alexander Schill rückt an die Spitze des ADCE
Alexander Schill, Chief Creative Officer der Serviceplan Group, ist zum neuen Präsidenten des Art Directors Club of Europe (ADCE) gewählt worden. Er wird Nachfolger von Ami Hasan von Hasan & Partners.

Foto: Serviceplan
Seit 2017 war Ami Hasan Präsident des Art Directors Club of Europe, nun tritt Alexander Schill, Chief Creative Office der Serviceplan Group und seit 2006 mit großem Erfolg bei den Münchnern tätig, für zunächst zwei Jahre die Nachfolge an. Schill, der an der Universität der Künste Berlin (UdK) studierte, hat in seiner Karriere mehr als 80 Cannes Lions gewonnen und leitete 2020 die Kreativ-Jury bei den New York Festivals Awards. Bei den Drum-World-Creative-Rankings wurde er 2021 zudem als dritthäufigst ausgezeichneter CCO überhaupt prämiert.
Auf der Webseite des ADCE äußert sich Schill wie folgt zu seiner neuen Aufgabe: "Der ADCE mit seiner Non-Profit-Ausrichtung stellt einen echten Wert in der Branche dar. Er konzentriert sich rein auf die Kreation und ist - auch weil sie keine wirtschaftlichen Interessen verfolgt - genau der richtige Partner für Agenturen, die sich derzeit in einem wirtschaftlich angespannten Umfeld bewegen. Ich glaube nicht an das Geschäftsmodell, Award-Shows mit dem Ziel der Gewinnerzielung zu kreieren. Kreativität ist ein höheres Gut mit einer erstaunlichen Kraft, in der Gesellschaft Spuren zu hinterlassen. Sie sollte nicht selbst ein Objekt des Interesses von Geschäftsleuten sein. Deshalb engagiere ich mich gerne für den ADCE als einen der wenigen starken Non-Profit-Kreativbetriebe der Welt."
Anhänger der europäischen Idee
Zudem sei er ein großer Anhänger der europäischen Idee, "die natürlich auch Basis des ADCE ist. Als Chief Creative Officer der größten inhabergeführten Agenturgruppe in Europa ist mir das Verständnis von Europa als eine vielfältige kreative Einheit enorm wichtig. Dieses gemeinsame Verständnis passt perfekt zum Serviceplan-Mantra der ÜberCreativity, die wir als eine höhere Form der Innovation, die entsteht, wenn verschiedene Disziplinen, Kulturen, Talente, Technologien und Medien zusammenarbeiten und zusammenspielen definieren."
In seiner Rolle als Präsident des ADCE wolle er die Einzigartigkeit des Clubs betonen und die europäische Idee der Vielfalt weiter vorantreiben. Schill: "Ich möchte dem ADCE als Einheit eine stärkere Stimme geben." Was die Zukunft der Werbung betrifft, so sehnen sich Menschen seiner Einschätzung zufolge nach mehr Authentizität und Ehrlichkeit – von Politikern genauso wie von Marken. "Wenn du die Welt verändern willst, dann verändere die Welt und tu es wirklich. Wenn Sie die Menschen zum Lachen bringen wollen, dann erzählen Sie einen Witz. Aber erfinden Sie keine Dinge, nur weil Sie denken, dass Sie wissen, was die Leute hören wollen," so Schill.