
Sky bleibt in den roten Zahlen
Der Bezahl-Sender Sky musste 2010 einen Verlust von 407 Million Euro verbuchen, gibt sich auf der Hauptversammlung aber angesichts steigender Abo-Zahlen optimistisch.
Sky-Deutschland bleibt in den roten Zahlen und muss sich dafür auf der Hauptversammlung in München die Kritik vieler Kleinaktionäre gefallen lassen. Und das, obwohl die Abo-Zahlen wieder steigen.
"Wir hängen am Tropf von Rupert Murdoch" bemängelte Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. Murdoch kontrolliert über seine News Corp. den Münchner Konzern. 2010 erhielt Sky von ihm eine millionenschwere Finanzspritze. Zusammen mit neuen Darlehen flossen im vergangenen Jahr 448 Millionen Euro in den Konzern, womit vor allem der Programmausbau erfolgen soll.
Wann diese Investition allerding Gewinn bringt, bleibt offen. Auch 2011 werden Verluste erwartet. Sky-Deutschland-Chef Brian Sullivan erhält trotzdem ein Gehalt von drei Millionen Euro.
Erst ab drei Millionen Abos erreicht das Unternehmen nach eigenen Angaben die Gewinnschwelle. Derzeit zählt Sky 2,6 Millionen Kunden. "Es gibt noch viel zu tun", sagt Sky-Deutschland-Chef Brian Sullivan.