Gegen Momshaming:
Bonnie Strange launcht Vibrator mit Womanizer
Bonnie Strange sieht sich mit vielem konfrontiert, nicht zuletzt mit dem Vorwurf eine "bad mom" zu sein. Nun hat sich die 35-jährige mit der Sextoy-Marke Womanizer zusammengetan, um einen draufzusetzen.
"Mütter werden unter die Lupe genommen und verurteilt, weil sie ihre eigenen Bedürfnisse anerkennen. F#ck. That", heißt es auf dem Instagram-Account der Sextoy-Marke Womanizer. Daneben ein Bild von Bonnie Strange in einem pinken Bikini-Oberteil, die einen kleinen Gegenstand in derselben Farbe an ihr Gesicht hält.
Offensichtlich handelt es sich dabei um die neueste Kreation aus dem Hause Womanizer, die zusammen mit der Schauspielerin designed wurde. "Mutterschaft ist das, was du sagst, was es ist, nicht, was andere sagen. @bonniestrange und Womanizer sind hier, um euren #badassmoment zu rocken mit der Einführung des Badass Mom Premium Eco von Bonnie Strange!"
Gemeinsam gegen Momshaming
Damit spielen die Sextoy-Marke und Strange gekonnt mit dem Vorwurf, das Model sei eine schlechte Mutter. Denn dieser Vorwurf ereilt die 35-Jährige immer wieder: Sei es das Cover-Shooting für den Playboy nur sechs Monate nach der Geburt ihrer Tochter oder dass sie sich generell zu freizügig präsentiere. Der Tenor ist immer derselbe: Egal, was Mütter tun oder wie sie es tun – alles wird kritisiert und bewertet. Zeit für sich selbst? Egoistisch. Karriere machen? Rabenmutter. Lust auf Sex? Unangebracht. "Momshaming" lautet der Begriff, der in den sozialen Netzwerken dazu die Runde macht.
"Egal, was und wie wir es tun – alles wird heutzutage bewertet. Nehmen wir uns Zeit für uns, sind wir egoistisch. Nehmen wir uns keine Zeit, lassen wir uns gehen. Machen wir Karriere, sind wir Rabenmütter. Bleiben wir zu Hause, sind wir nicht ehrgeizig genug. Haben wir Lust auf Sex, ist das unangemessen – und so weiter und so weiter. Das ist Bullshit. Wir möchten alle Mütter und werdenden Mütter dazu ermutigen, sich von diesen Idealen zu lösen und zu sagen: 'Fuck. That. Ich bin eine badass mom'", sagt Strange selbstbewusst über die Kampagne.
Strange singt auch für Womanizer
Gemeinsam soll nun ein neues Bild des Mutterseins geschaffen werden. "Eine erfüllte Sexualität ist ein wichtiger Teil eines selbstbestimmten Lebens. Mit dieser Sonderedition wollen wir vor allem Mütter ermutigen, ihre eigenen Bedürfnisse nicht zu vergessen, die oft und zu Recht den Bedürfnissen ihrer Kinder untergeordnet werden. Rock your #badassmoment," lautet das Statement weiter.
Dazu ein rund 80-sekündiger Clip, in dem die Schauspielerin mit anderen Models ihren Körper genießt und flüsternd singt: "Fühlst du die Energie?" So als wollten sie und Womanizer noch einen draufsetzen und der ganzen Welt sagen: "Jetzt erst recht".
Von einigen werden die Instagram-Inhalte von Strange sogar als "provokante" Posen aufgefasst. Ganz so, als sei es provokant, wenn Frauen selbstbewusst zu ihrem Körper stehen. Ob Mutter oder nicht: Ein kleines Wörtchen, das ebenjenes patriarchale Shaming bestätigt, gegen das Womanizer und Strange mit der Kampagne angehen wollen.
Idee und Konzeption stammen von Fischer-Appelt
Jana Weilert, wie die 35-jährige mit bürgerlichem Namen heißt, sagt über die Zusammenarbeit: "Ich liebe Womanizer und empfehle die Produkte auch immer direkt allen Frauen in meiner Umgebung. Als ich die Anfrage für die Zusammenarbeit bekommen habe, habe ich mich riesig gefreut."
Das Toy selbst unterscheidet sich nicht groß von der bisherigen Produktpalette, die Farbe ist ein knalliges Rosa, das an die Neunziger Jahre erinnern soll, so Womanizer. Das Material ist bio, vegan und in der Verpackung der Special-Edition verbirgt sich eine kleine Überraschung für alle Bonnie-Strange-Fans: eine Autogramm- und Postkarte. Strange fungierte außerdem bei der Kampagne selbst als Creative Director.