Ergebnis: Die Quitte-Kampagne wirkt nachhaltig. Davon profitiert die gesamte Marke. Die Neugier der Käufer ist geweckt. Die Sorte mit der vorher fast unbekannten Frucht landet schnell auf Platz zwei in der Bionade-Hitliste. Dazu steigen die Image-Werte und der Absatz um gut ein Drittel.

Weiterer Volltreffer: Die Kampagnen-Videos werden 433.000 Mal gesehen. Die Idee, auf eine virale Online-Kampagne zu setzen, führt dazu, dass der reale Geldwert mehr als doppelt so hoch ist wie die eingesetzten Media-Kosten.

Bionade geht davon aus, dass sich der heftige Preiswettbewerb im Bereich der alkoholfreien Erfrischungsgetränke (AfG) fortsetzen wird. Zum einen verursacht durch die Ausweitung der Handelsmarken, zum anderen durch das Discount-Geschäft. Im Handel wird das AfG-Segment durch wenige nationale und internationale Unternehmen geprägt. Außerdem geht dort die Konsolidierung weiter. Bionade selbstbewusst: „Unter diesen Umständen wird es nur wenigen neuen, unabhängigen Marken gelingen, über regionale Distribution oder ein Nischendasein hinauszukommen.“

Die Getränkebrauer von der Rhön gehören bereits dazu. „Der Case von Bionade Quitte zeigt“, so Geschäftsführer Peter Kowalsky, „dass man mit einer einfachen, aber kreativen Low-Budget-Kampagne selbst aus einem schier aussichtslosen Test-Flop einen Markt-Hit machen kann, wenn man sich denn traut, es trotzdem zu riskieren.“ Von Effie versilbert.