
Eigen-PR:
Agenturen und ihr Problem mit dem Eigenmarketing
Für ihre Kunden liefern sie im besten Fall Kampagnen ab, über die das ganze Land spricht. Doch mit der Aufgabe, sich selbst ins beste Licht zu rücken, haben Agenturen oft Schwierigkeiten.

Foto: Parasol Island
In Sachen Eigendarstellung haben Agenturen oft so ihre Probleme. Das fängt bei unübersichtlichen Agenturwebseiten an, zieht sich über einen unzureichenden PR-Auftritt und hört bei einer schwachen persönlichen Präsentation vor Kunden auf.
Die Gründe für diese Defizite differieren von "keine Zeit" bis zu "Wir konzentrieren uns lieber auf den Kunden". Einigen fehlt es an personellen Ressourcen, anderen am Willen, wieder anderen am Konzept. Alles nachvollziehbar. Legen Agenturen aber zu wenig Fokus auf das Marketing in eigener Sache, kann das im schlimmsten Fall (Neu-)Geschäftsverlust bedeuten.
Den Auftraggebern nämlich ist es wichtig, wie sich Agenturen nach außen und innen darstellen. Das gilt in besonderem Maße während der Akquisephase, aber auch dann noch, wenn sie mit der Agentur bereits zusammenarbeiten. Bis zu 20 Initiativanschreiben erhält ein Marketingchef im Schnitt pro Woche, "nur zehn Prozent davon sind richtig gut", sagt etwa Christine Wolburg, Leiterin Produktkommunikation und Handelsmarketing PKW bei Mercedes-Benz Deutschland. "Ich sehe mir alles an, was auf meinem Schreibtisch oder in meinem Mail-Postfach landet", sagt Robert Köhler, Marketingchef von Deutschlands zweitgrößter Baumarktkette Bauhaus.
Das Problem mit der unzureichenden Eigenvermarktung der Agenturen ist nicht neu. Immerhin verbessert sich die Lage allmählich. Sprich: Es gibt zwar nach wie vor viele schlechte Beispiele, aber die guten werden zusehends mehr.
Mehr zum Thema Eigendarstellung von Agenturen und dazu auch sämtliche Crea-Gewinner finden Sie in der aktuellen W&V-Titelgeschichte (Nr. 16/2017 vom 18. April). Wie das Eigenmarketing in der Praxis funktioniert, erfahren Sie anhand vieler Beispiele in der in der 3-teiligen Kontakter-Serie "PR für Agenturen".