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Mobiles TV etabliert sich nur langsam

Mobiles TV etabliert sich nur langsam

veröffentlicht am 24.08.2009 um 16:39 Uhr · Medien · Artikel

Mobiles TV ist im Alltag noch alles andere als allgegenwärtig, das bestätigt nun eine US-Studie. Im Jahr 2009 sollen demnach bis zu 54 Millionen Menschen weltweit auch unterwegs Fernsehen schauen. Damit bleibt die Technologie hinter den Erwartungen der Industrie zurück.

Analysten erwarten jedoch, dass bis zum Jahr 2013 etwa 300 Millionen Menschen analoges TV auf ihren Smartphones nutzen werden. Das größte Potenzial sei in den neuen Märkten vorhanden. Mobiles Fernsehen sei aber nicht das große Geschäft, das man erwartet habe, so Frank Dickson von Reed Business, dem Unternehmen, das die Studie durchführte, gegenüber der BBC.

TV auf dem Handy verbindet zwei der größten Medien, deshalb habe man riesige Erwartungen an das mobile Fernsehen gehabt, so Dickson. In Wahrheit etabliere sich das neue Medium jedoch nur langsam. Die Studie wurde von In-Stat, einem Teil von Reed Business, und dem kalifornischen Chiphersteller Telegent Systems durchgeführt. Der Bericht zeigt, dass Nutzer von mobilem TV mindestens dreimal pro Woche unterwegs fernsehen, 20 Prozent nutzen den Service täglich.

Die größten Hoffnungen steckt die Industrie nach wie vor in die Übertragung von Sport und aktuellen Nachrichten. Branchenkenner erwarten zudem, dass sich in den nächsten Jahren am Smartphone analoges gegenüber digitalem Fernsehen durchsetzen werde. "Analoges Fernsehen erreicht den Großteil der Welt", so Dickson. "Während wir uns in den Industrienationen auf Digital-TV konzentrieren und die analogen Signale abschalten, gibt es in weniger weit entwickelten Ländern keine derartigen Pläne", so Dickson. Das analoge Signal zeichnet sich durch zwei Punkte aus: Zum einen sehen die Nutzer dasselbe Programm wie zuhause, zum anderen ist analoges TV in den meisten Teilen der Welt verfügbar. Zudem sei es in Zukunft wichtig, das mobile Fernsehen werbefinanziert und für den Konsumenten gratis anzubieten. "Am Ende ist nichts so verlockend wie ein kostenloses Angebot", so Dickson.

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