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"Bild" baut Personal im Regionalen ab
Die Axel Springer AG will die Regionalberichterstattung der "Bild"-Zeitung verändern und deshalb bei einigen Regional-Redaktionen Personal einsparen. "Es gab interne Überlegungen, wie wir die Struktur bei 'Bild’ verändern können, um die Relevanz und somit die Qualität der Regionalberichterstattung zu erhöhen", sagt ein Sprecher. "Im Zuge dieser Umstrukturierung wird es auch zu Personaleinsparungen kommen."
Alle der rund 30 regionalen Ausgaben sollen bestehen bleiben. Allerdings werde die jeweilige Regionalseite in Zukunft nur dann erscheinen, wenn die Inhalte "relevant" seien, so der Sprecher. Sollte ihre Bedeutung über das regionale Interesse hinausgehen, könnten Regionalnachrichten auch öfter in der Bundesausgabe erscheinen. Nicht tangiert von dem Umbau sei die Sportberichterstattung, betont er.
Offenbar will Bild-Chef Kai Diemann Schwerpunkte im Digitalen und der EU-Berichterstattung setzen. "Im Segment Mobile, Online und Bewegtbild haben wir rund 30 Stellen geschaffen", sagt der Sprecher. Auch sei ein Büro in Brüssel geplant.
Der Personalabbau betrifft die Redaktionen in Chemnitz, Magdeburg, Mainz, Mannheim, Rostock und Berlin. Wieviele Mitarbeiter betroffen sind, teilte der Sprecher nicht mit. Derzeit führe man Gespräche mit ihnen und dem Betriebsrat. "Gerade in Zeiten, in denen es 'Bild' gut geht, haben wir die Möglichkeit, Kosten mit Augenmaß zu senken", erklärt der Sprecher die Maßnahme. "Wir versuchen, den Stellenabbau sozialverträglich zu lösen."
Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert die Pläne. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass einen Tag nach der Springer-Erfolgsmeldung über das dritte Quartal 2009 von Entlassungen in 'Bild'-Redaktionen die Rede ist", sagt der Bundesvorsitzende Michael Konken in einer Mitteilung. Die Veränderungen würden auf weniger Regionalberichterstattung bei 'Bild' und weniger Meinungsvielfalt auf regionaler Ebene hinauslaufen. "Das kann durch die Ankündigung, in den Bewegtbild-Bereich zu expandieren, nicht wettgemacht werden." Der DJV-Vorsitzende fordert die Verantwortlichen bei Springer auf, unverzüglich Gespräche mit dem Betriebsrat zu führen. "Der Erhalt der redaktionellen Arbeitsplätze muss dabei Priorität haben. Sozialverträgliche Lösungen kommen an zweiter Stelle."
Kloft Redakteur











