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Auffällig: Der tätowierte Rücken auf dem Studien-Cover steht für die Aussage, dass eine Arbeitgebermarke polarisieren darf.
Auffällig: Der tätowierte Rücken auf dem Studien-Cover steht für die Aussage, dass eine Arbeitgebermarke polarisieren darf.

Geschätzte Werte

veröffentlicht am 07.12.2011 um 08:34 Uhr · HR Marketing · Artikel

Nicht die fachliche Qualifikation, sondern die Übereinstimmung persönlicher Werte mit denen des Arbeitgebers spielt bei der Arbeitsplatzwahl eine zentrale Rolle. Die Bedeutung von Social Media wird unterschätzt, und Unternehmensattraktivität ist wichtiger als die Bekanntheit. Diese Erkenntnisse entstammen der repräsentativen Employer-Branding-Studie „Talente finden, die zur Marke passen“ der Managementberatung Brand:Trust. Im Auftrag des Nürnberger Consulting-Unternehmens befragte das Institut Puls Marktforschung 1500 Arbeitnehmer/Arbeits­suchende sowie 150 Personalverantwortliche. In der Umfrage bestätigt die Mehrheit von

53 Prozent der befragten Bewerber/Arbeitnehmer, dass sie für den Einklang der persönlichen Werte mit denen des Unternehmens entscheidend ist. Die fachliche Eignung ist für 43 Prozent vorrangig wichtig. Zwar geben 85 Prozent der befragten Personalverantwortlichen an, die Werte und Einstellungen eines Bewerbers hinsichtlich der Wertepassung zu prüfen, doch der Detailblick zeigt, dass damit nicht der Bezug zu den spezifischen Unternehmenswerten gemeint ist, sondern vielmehr allgemeine Eignungen und Werte wie Offenheit, Loyalität oder Leistungsorientierung verstanden werden.

„Ungenügend qualifizierte Mitarbeiter können ausgebildet werden, doch ein passendes Wertesystem lässt sich nicht einfach korrigieren“, betont Christian Wichmann, Employer-Branding-Spezialist bei Brand:Trust und Initiator der Studie. Unternehmen empfiehlt Wichmann deshalb, „nach passenden und nicht nach den besten Bewerbern Ausschau zu halten“. Auch im Recruiting sollten Unternehmen wie eine Marke agieren. Diese darf durchaus polarisieren – ihre „Fans“ wird die Arbeitgebermarke trotzdem anziehen.

Die durch verschiedene Arbeitgeber-Rankings suggerierte Bedeutung der Unternehmensbekanntheit für die Attraktivität als Arbeitgeber, wird durch die Brand:Trust Studie entkräftet. Bei der Frage, welche Kriterien bei der Unternehmenswahl entscheidend sind, landet die Bekanntheit auf dem vorletzten Platz, auf Rang 28. Von elementarer Bedeutung sind hingegen alle Aspekte der Arbeitgeberqualität, angefangen von einem guten Arbeitsklima, angemessenen Gehalt, Sicherheit, Wertschätzung und Anerkennung. Christian Wichmann sieht hierin die wesentlichen Erfolgstreiber für das Employer Branding. Er empfiehlt Unternehmen konkret an diesen Faktoren zu arbeiten, denn diese - und nicht die Hochglanz.Imagekampagnen - sind die Stellhebel zur tatsächlichen Verbesserung der Arbeitgeber-Attraktivität. In diesem Zusammenhang warnt der Markenexperte, Employer Branding als "Bildung einer eigenen Arbeitgebermarke" zu definieren: "Ziel muss es sein, Mitarbeiter anzuziehen, die eine wirkliche Identifikation mit den ureigenen Werten des Unternehmens mitbringen. Es kann und darf deshalb nur eine Marke geben.

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