
Tomorrow Focus setzt sich in zweiter Instanz durch
Tomorow Focus muss klagenden Aktionären der ehemaligen Tomorrow Internet AG keine Zuzahlungen leisten. In der zweiten Instanz hat sich die Burda-Tochter im seit 2001 schwelenden Streit durchgesetzt.
Die Burda-Tochter Tomorrow Focus muss den Aktionären der früheren Tomorrow Internet AG keine Zuzahlungen leisten. Das entschied das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg in der zweiten Instanz. Das Umtauschverhältnis im Verschmelzungsvertrag zwischen Tomorrow Focus Internet AG und Focus Digital AG (heute Tomorrow Focus) im Jahr 2001 sei nicht unangemessen gewesen.
Damit kassiert das Oberlandesgericht die Entscheidung der ersten Instanz im Spruchstellenverfahren. 2006 hatte das Landgericht Hamburg festgelegt, dass Tomorrow Focus den Altaktionären je Aktie 37 Cent zahlen müsse. In der Summe wären das zwischen sieben und zehn Millionen Euro gewesen.
Das Oberlandesgericht folgte nun der Beschwerde von Tomorrow Focus, die bereits 2006 eingelegt worden war. Rechtskräftig ist der Beschluss noch nicht. Die Einlegung von Rechtsmitteln dagegen sind laut der Burda-Tochter jedoch nur noch sehr eingeschränkt möglich.