
"Wir schauen uns in Deutschland nach Firmen um"
Für Martin Sorrell ist die Werbekrise beendet. Der WPP-Chef rechnet im Deutschland-Geschäft mit steigenden Erlösen und denkt über Zukäufe nach.
Für Martin Sorrell ist die Werbekrise beendet. Der WPP-Chef rechnet im Deutschland-Geschäft mit steigenden Erlösen und denkt über Zukäufe nach.
"Wir schauen uns auch in Deutschland nach Firmen um", sagte er im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung". Für das Jahr 2010 plant er hierzulande mit 821 Millionen Euro Umsatz. Das wären zwei Prozent mehr als im Krisenjahr 2009. Der deutsche Markt ist für Sorrell besonders wichtig, nicht zuletzt wegen der Nähe zu Osteuropa. Wachstum erhofft er sich auch vom Digitalgeschäft und der Marktforschung.
2008 hatte WPP bereits den Research-Dienstleister TNS Infratest übernommen. Zum Kommunikationskonzern WPP gehören u.a. Grey, Ogilvy & Mather, JWT, Y&R und Wunderman. Weltweit beschäftigt die Gruppe rund 140.000 Mitarbeiter. Sorrell gründete das Network 1985 aus einer Firma für Einkaufswagen ("Wire and Plastic Products") heraus. Ans Aufhören denkt er noch lange nicht: "Damit ich gehe, müssen sie mich erschießen".