
Neue Sendetermine:
Sport1 baut dem Handball eine neue Bühne
Mindestens 60 Spiele der DKB Männer-Bundesliga sollen in der Saison 2013/2014 im Free-TV bei Sport1 zu sehen sein - jetzt mittwochs statt dienstags.
Sport1 verschiebt den Schwerpunkt der Handball-Berichterstattung von Dienstag auf Mittwoch. Mindestens 60 Spiele der DKB Männer-Bundesliga sollen in der Ende August beginnenden Saison 2013/2014 im frei empfangbaren Programm zu sehen sein, teilt der Constantin-Medien-Sender am Mittwoch mit. Regelmäßige Sendeplätze sind mittwochs um 20.15 Uhr und sonntags um 17.15 Uhr. Ausweichtermine werden Sonntag um 15.00 Uhr und Dienstag um 20.15 Uhr sein. Das einstige DSF plant, dienstags statt Handball die Spiele der Fußball-Regionalligen zu übertragen.
Im Übertragungsumfang sind nach wie vor der Super Cup zum Saisonstart, das All Star Game (1. Februar 2014), eine Auswahl von Live-Spielen der Pokalrunden sowie das Pokalfinale im April 2014. Olaf Schröder, Chefredakteur und Programmchef von Sport1, erklärt: "Mit dem Mittwochabendspiel geben wir dem Handball einen optimalen Sendeplatz und stärken zudem unsere Primetime. Zudem vermeiden wir Programmkollisionen mit Fußball." Am Mittwoch muss der Handball allerdings zuweilen die Konkurrenz der Champions League im ZDF hinnehmen.
Nachdem die Handball-Bundesliga und Sport1 ihre Zusammenarbeit im September 2012 vorzeitig um fünf Jahre verlängerten, haben sich beide Partner für die kommende Spielzeit zudem auf weitere Details geeinigt. So wird die Onlineberichterstattung auf Sport1.de auf mindestens 82 Live-Spiele ausgebaut, mindestens 15 Partien sollen auch im neuen Bundesliga-Radio Sport1.FM live übertragen werden. Darüber hinaus ist vereinbart, dass die Handball-Bundesliga Rechte von maximal 36 Spielen pro Saison an Alternativsender vergeben kann. Zusätzlich haben die Vereine die Möglichkeit, eigene Begegnungen, die nicht von Sport1 übertragen werden, eigenständig zu produzieren und im Rahmen ihrer Online-Berichterstattung auszustrahlen und zu vermarkten.
Handball hat im TV lange Zeit ein Schattendasein geführt. "Gelegentliche Übertragungen von Welt- oder Europameisterschaften gab es in den 90er-Jahren, ab und an ein Ligaspiel in den Regionalprogrammen", meint dazu die Plattform handballimfernsehen.de, die 2000 aufgrund einer Nichtübertragung aus der Taufe gehoben wurde. Handball etablierte sich nach und nach- vor allem über die Nationalmannschaft, aber zunehmend auch über die Liga. Das Engagement zahlte sich aus: WM-Silber in Portugal 2003 brachte 8,5 Millionen Zuschauer, das Finale der Olympischen Spiele in Athen 2004 beinahe zehn Millionen. Die Übertragung der Heim-WM war der Plattform zufolge "die zuschauerstärkste Sendung im Sportjahr 2007 - vor Fußball, Formel 1 oder Boxen". Mit Konsequenzen: 2009 wurde RTL mit der Übertragung von der WM neben den Öffentlich-Rechtlichen und den Sportkanälen zum Handballsender.