Kritik am Rundfunkbeitrag bekommt die ARD nun schon aus dem eigenen Haus.
Kritik am Rundfunkbeitrag bekommt die ARD nun schon aus dem eigenen Haus. © Foto:Rundfunkbeitrag.de

Doktorarbeit | | von Katja Schönherr

NDR-Mitarbeiterin hält Rundfunkbeitrag für verfassungswidrig

Der umstrittene Rundfunkbeitrag ist verfassungswidrig. Zu diesem Schluss kommt ausgerechnet eine Mitarbeiterin der Hauptabteilung Finanzen des NDR. Die 29-jährige Anna Terschüren hat, wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe schreibt, nebenberuflich eine Doktorarbeit über die "Reform der Rundfunkfinanzierung in Deutschland" verfasst.

Ihr Urteil falle, so das Nachrichtenmagazin weiter, vernichtend aus: Der Beitrag sei in vielerlei Hinsicht "gleichheitswidrig". Zudem verstoße er gegen die Finanzverfassung. Sie hält die Haushaltsabgabe in Höhe von 17,98 Euro im Monat für eine Steuer. Denn: Sie werde "voraussetzungslos" geschuldet, es gebe keine individuelle Gegenleistung für die Entrichtung, die Gruppe der Beitrags zahler lasse sich nicht von der Allgemeinheit abgrenzen und habe keinen Sondervorteil. Ähnlich argumentieren auch der Staatsrechtler Christoph Degenhart sowie Jung-Jurist Ermano Geuer, der in Bayern Popular-Klage gegen den Rundfunkbeitrag einreichte.

Wie Terschürens Expertise bei ihrem eigenen Arbeitgeber ankommt, ist bisher nicht bekannt. "Ich scheue die Auseinandersetzung nicht, die Arbeit ist wissenschaftlich profund", wird Terschüren zitiert.

NDR-Mitarbeiterin hält Rundfunkbeitrag für verfassungswidrig

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