Konstant zulegen können 2013 Kino und Radio: Sie weisen laut Nielsen Media Research seit Jahresanfang hohe Wachstumsraten auf.
Konstant zulegen können 2013 Kino und Radio: Sie weisen laut Nielsen Media Research seit Jahresanfang hohe Wachstumsraten auf. © Foto:Nielsen Media Research

Bruttowerbemarkt | | von Petra Schwegler

Big Spender sparen: Nielsen weist fĂŒr April Werbeminus aus

Der Bruttowerbemarkt startet schlecht ins zweite Quartal. Nielsen Media Research kommentiert die April-Zahlen vom Mittwoch so: "FĂŒr den aktuellen Monat April zeigt sich der Gesamtmarkt mit einem Minus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht rĂŒcklĂ€ufig. Mit Ausnahme des Mediums Radio mussten alle Medienklassen rĂŒcklĂ€ufige Bruttowerbeeinnahmen verkraften." Dass in den ersten vier Monaten des Jahres kumuliert im Vergleich zum Vorjahr nur ein minimaler RĂŒckgang des Gesamtmarkts um 0,4 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro zu verzeichnen ist, dĂŒrfte am starken ersten Quartal liegen, das einige Gattungen hinter sich gebracht haben. Konstant sind Kino und – wie oben erwĂ€hnt - Radio: Sie weisen laut Nielsen seit Jahresanfang hohe Wachstumsraten auf.

Die Zahlen im Einzelnen: Die Printmedien arbeiten weiterhin durch die Bank mit einem - teils krĂ€ftigen – RĂŒckgang der Bruttoerlöse gegenĂŒber dem Vorjahr. Den Tageszeitungen fehlen Nielsen zufolge gegenĂŒber Vorjahr neun Prozent. Das macht bisher 1,48 Milliarden Euro an Bruttowerbeumsatz. Die Fachzeitschriften brechen im Vergleich zum Vorjahresapril um 3,1 Prozent ein. Die Publikumszeitschriften mĂŒssen ein kumuliertes Minus in Höhe von 4,2 Prozent gegenĂŒber Vorjahr hinnehmen. Dort sind bisher rund 1,1 Milliarden Euro brutto erlöst worden.

Online-Werbung, die brutto zum Jahresstart erstmals ein Minuszeichen hinnehmen musste, kommt laut Nielsen weiterhin nicht auf die FĂŒĂŸe: Der "Boommarkt" verdient mit einem kumulierten Plus von 0,6 Prozent gegenĂŒber Vorjahr immer noch nicht diesen Titel. Das macht bisher knapp 849 Millionen Euro an BruttowerbeumsĂ€tzen. Das Fernsehen bleibt dagegen stabil - und zugleich umsatzstĂ€rkste Werbegattung. Nielsen Media Research belegt hier einen Zuwachs um 1,6 Prozent auf knapp 3,64 Milliarden Euro brutto. Radio fĂŒhrt das Rennen an: Nielsen macht fĂŒr den Hörfunk bis Ende April einen dicken Bruttoerlös-Zuwachs in Höhe von 14,4 Prozent aus. Damit ist die Gattung zum vierten Mal im Werbejahr 2013 Sieger nach Prozentpunkten. Bisher sammelt die Funkbranche brutto knapp 540 Millionen Euro an Erlösen ein.

Das Medium Kino bleibt nach einem trĂŒben Jahresstart im Plus und setzt gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum bis Ende April 8,3 Prozent mehr Bruttowerbung um. Out-of-Home ist noch ein bisschen stĂ€rker: Ströer und Konsorten können bis Ende April 8,5 Prozent mehr Bruttoerlöse einfahren. Nielsen registriert bisher 443 Millionen Euro an UmsĂ€tzen.

Schwer dĂŒrfte im Werbemarkt wiegen, dass sich die grĂ¶ĂŸten Branchen Pkw, Handel und Medien in den ersten Monaten des Jahres Nielsen zufolge mit ihren Ausgaben sehr zurĂŒckhalten oder sie sogar stark zurĂŒckfahren (Zeitungen). Bei den Discountern Lidl und Penny fehlen weitere Werbemillionen, die nicht in klassische Medien gesteckt werden. Immerhin ist den Nielsen-Statistiken zu entnehmen, dass McDonald’s in diesem FrĂŒhjahr besonders stark und mit immer neuen Testimonials die Werbetrommel rĂŒhrt: Mit einem Drittel mehr Spendings als noch im Vorjahreszeitraum rangiert der Burger-Brater auf Platz eins der Top-Ten-Produkte. Vor einem Jahr hatte in dieser Kategorie Lidl noch die Nase vorne. Dass Unilever und MedienhĂ€user wie Springer deutlich sparen, zeigt sich hier.

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