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Der amerikanische Filmemacher dreht seinen ersten Autospot - für Mercedes.
Der amerikanische Filmemacher dreht seinen ersten Autospot - für Mercedes. © Foto:Screenshot

Online-Clips | | von Frauke Schobelt

Mercedes CLA: Witzige Spotserie von Casey Neistat

Unkonventionelle Liebeserklärung an den neuen Mercedes CLA: Exklusiv für den deutschen Autohersteller produziert der amerikanische Regisseur und "Make it count"-Macher Casey Neistat gerade eine vierteilige Clipserie, die den Werdegang seines ersten Auto-Spots dokumentiert - auf sehr unterhaltsame und amerikanische Art. 

Der erste Clip ist eine Zeitreise - und die Erklärung, warum er sich zum ersten Mal an eine Automobilwerbung wagt. Dafür öffnet Neistat sein persönliches Fotoalbum und reist mit Bildern und Videos in die Vergangenheit - zu den sechs Autos, die er zuvor besaß. Darunter auch einen großen blauen Truck - "supercool" - der nur leider auf der Autobahn ausbrannte. Nach weiteren ernüchternden Erfahrungen - unter anderem mit einem BMW - folgte Auto Nummer Sechs: "My first real car" - ein Mercedes.

Und nun also der neue Mercedes CLA . Den darf er nun fahren, aber werben will Neistat dafür auf seine ganz eigene Art, wie er im ersten Clip erklärt. Also keine typischen Fahrten durch die Wüste oder über endlose Serpentinen. Stattdessen dokumentiert er ausführlich den Werdegang seines TV-Spots - mit "Explanation", "Research", "Production", um schließlich im vierten Teil "The greatest car commercial ever" zu präsentieren. Im zweiten Clip fährt Neistat zur Quelle - nach Deutschland. Er besucht das Mercedes-Benz Museum, wo er sein Skateboard richtig ausfahren kann - und outet sich als "horrible driver", was man ihm zwei Strafzettel später auch abnimmt. Perfekte Voraussetzungen für eine Probefahrt auf der deutschen Autobahn - inklusive Wettrennen gegen einen Audi.

Clip 1: "Explanation"

Clip 2: "Research"

Die beiden ersten Clips und die fast kindliche Freude von Casey Neistat an dem "Mercedes-CLA-Projekt" machen neugierig auf das Ergebnis. Seine filmerische Herangehensweise hat auch schon für Nike gut funktioniert, aus seiner Feder stammt der „Make It Count“-Clip. Für die Sportmarke sollte der Regisseur den "FuelBand"-Slogan filmisch umsetzen. Neistat nahm den Slogan wörtlich, lud seinen Kumpel Max ein und verprasste das ganze Werbebudget auf einer 10-tägigen Weltreise durch 16 Länder und 13 Städte. Der daraus entstandene vierminütige Clip hat bislang mehr als 8 Millionen Klicks auf Youtube.

Mercedes CLA: Witzige Spotserie von Casey Neistat

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Wie man ein Fahrrad-Diebstahl-Trauma auch verarbeiten kann

von Frauke Schobelt

Dies ist ein Film ohne Happy End. Aber anschauen sollte man ihn sich trotzdem. Denn erstens ist er lustig, und zweitens hat er quasi therapeutische Wirkung. Für alle, denen schon einmal oder zweimal ein Fahrrad gestohlen wurde - zum Beispiel in München, an der S-Bahn-Station Solln. Der kann auch nachvollziehen, was in Filmemacher Casey Neistat vorging, dem sein Bike mitten in New York abhanden kam. Wegen seiner eigenen Blödheit, wie er zugibt. Trotzdem - es macht wütend, wenn man beklaut wird.

Neistat verarbeitet sein "Trauma" auf für ihn typische Art: Er dreht kurzerhand einen Film, mit sich selbst als Hauptperson. Und zeigt, wie er New York ein Stückchen fahrradfreundlicher macht - zumindest zeitweise:

Interessant ist, dass "Make it count"-Regisseur Casey Neistat überhaupt noch mit dem Fahrrad fährt. Denn vor seiner Tür dürfte eigentlich ein fetter Mercedes CLA stehen, für die deutsche Automarke dreht er eine vierteilige Clipserie. Aber wahrscheinlich findet man in New York einen Parkplatz für ein so großes Auto noch schwerer.

von Frauke Schobelt - Kommentare Kommentar schreiben

Witzige Mercedes-Serie: Dritter Spot von Casey Neistat

von Frauke Schobelt

Langsam nähert sich Casey Neistat dem Finale - dem "greatest car commercial ever", das er vollmundig in den Trailern des "CLA Projects" verspricht. Exklusiv für den deutschen Autohersteller Mercedes-Benz produziert der amerikanische Regisseur und "Make it count"-Macher seit dem Frühjahr eine vierteilige Clipserie, die den Werdegang seines allerersten Auto-Spots dokumentiert.  Nach "Explanation" und "Research" folgt jetzt Part 3 - die "Production". 

Im ersten Clip erklärt Neistat sehr unterhaltsam, warum er sich an eine Automobilwerbung wagt. Im zweiten fährt er zu Recherchezwecken direkt zur Quelle - nach Deutschland. Jetzt also die Produktion. Die findet unter anderem morgens um drei Uhr mitten in New York statt - ohne Drehgenehmigung versteht sich. Außerdem spielen ein Smoking, eine halbnackte Schönheit auf einem  Skateboard, eine amerikanische Flagge und das Nummernschild "The Boss" eine wichtige Rolle. Und dann muss Neistat auch noch in die Wüste zu einem Salzsee, wo der Mercedes und der Filmemacher einiges durchmachen. Ja, doch - das macht neugierig. Und man kann wirklich sagen - Neistat gibt alles.

Teil 3: "Production"

Teil 2: "Research"

Teil 1: "Explanation"

von Frauke Schobelt - Kommentare Kommentar schreiben

"So geht Storytelling": Der Mercedes-Spot von Casey Neistat

von Frauke Schobelt

Versprochen hatte Casey Neistat "the greatest car commercial ever" - quasi die coolste Autowerbung seit Erfindung des Autos. Jetzt ist er also da, der erste Auto-Spot des bekannten US-Filmemachers und Youtube-Stars. Neu erfunden hat er das Genre nicht gerade, aber um ein schräges Werk bereichert.

Austoben durfte sich der flippige Künstler ausgerechnet mit dem neuen CLA der Traditionsmarke Mercedes-Benz. Der Autohersteller ließ - wie schon zuvor Nike - dem Künstler freie Hand. Als Dank bekam er eine Clipserie mit vier witzigen Spots über das "CLA Project". Teil 1 bis 3 erzählen vom Making-of, dem Warum und Wie, inklusive Auto-Selbstfindung und Marktforschung in Deutschland, Teil 4 ist das fertige Werk - und ein würdiges Finale der Story. 

"Sometimes in life you just have to say YES", das wird sich Neistat gedacht haben, als Mercedes ihm das Angebot machte, einen Werbespot zu drehen. Und dieser Satz ist nun auch die Quintessenz seiner Vorarbeit und läuft in großen Lettern durch den Spot. Da wird nicht groß erklärt, welche technischen Raffinessen der CLA so bietet, wieviel PS, Sicherheits-Assistenten und dieses ganze Zeug. Neistat reicht es zu zeigen, dass der Wagen sowohl in der Stadt mit Model am Steuer als auch auf dem Salzsee als Skateboard-Zugmaschine eine gute Figur macht. In Smoking und Turnschuhen lässt sich der Filmemacher US-Fahne schwenkend hinterher ziehen und entkleidet nebenbei noch das Model, bis nur noch die Stars und Stripes übrig sind. Dazu Mitwipp-Musik und schon wird aus der Karosse der Luxusmarke Mercedes ein cooles und erschwingliches Spaßmobil.

Das ganze Projekt lief ohne Storyboard, wie Neistat im Blog "Gizmodo" erzählt. Dort berichtet er auch über die turbulenten Dreharbeiten an den Salzseen, geplatzte Reifen und die Bedeutung der Flagge - für ihn ein Zeichen der "American Arrogance". 

"Surprising and weird", "amazing", "awesome" und "this it what storytelling is about" - loben US-Medien und Blogger. Dem können wir uns nur anschließen. 

Und hier das komplette "CLA-Project", inklusive Making-of des Spots:

von Frauke Schobelt - Kommentare Kommentar schreiben