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Online-Lieferservice:
Google Shopping Express: die nächste Internet-Revolution?

Vor gut zwei Monaten hat die vielleicht bedrohlichste Attacke auf den lokalen Einzelhandel begonnen: Google Shopping Express verspricht, die meisten Dinge des täglichen Bedarfs innerhalb weniger Stunden auszuliefern. Jetzt liegen erste Langzeiterfahrungen vor.

Text: Christian Gehl

11. Juni 2013

Vor gut zwei Monaten hat die vielleicht bedrohlichste Attacke auf den lokalen Einzelhandel begonnen: Google Shopping Express verspricht, die meisten Dinge des täglichen Bedarfs innerhalb weniger Stunden auszuliefern. Derzeit testet der Suchmaschinenkonzern das Angebot in San Francisco. Es geht um nichts weniger als die nächste Internet-Revolution. Ist sie erfolgreich, wird der Einkaufszettel für den Supermarkt um die Ecke schon bald so retro aussehen wie ein Kassettenrecorder aus den 80er Jahren.

Von verderblichen Waren abgesehen, will Google alle Alltagsprodukte noch am Tag der Bestellung ausliefern. Wie das funktionieren soll? Der US-Internetriese vereint die Online-Angebote diverser Händler einer Region auf einer einzigen Bedienoberfläche und macht das Einkaufserlebnis so zu einer stressfreien Erfahrung, ganz ohne das Haus verlassen zu müssen.

Kürzlich veröffentlichte das US-Online-Magazin Slate die erste Langzeiterfahrung mit dem neuen Service. Dessen Resümee fällt eindeutig aus: Google Shopping Express sei nichts weniger als die Zukunft des Einkaufens. Wenn die Online-Bestellung mittags bei Google eingeht, notiert der verblüffte Autor, könne man die gewünschten Artikel schon kurz nach 16 Uhr an der Haustüre entgegennehmen. Ist tagsüber niemand zuhause, steht eine Auslieferung bis 21 Uhr zur Verfügung.

In San Francisco nehmen derzeit sowohl Einzelhandelsketten als auch lokale Händler an dem System teil, darunter Target, Staples, Toys’R‘Us, Blue Bottle Coffee und Nob Hill Foods. Während der Testphase ist der Service kostenfrei. Wird diese erfolgreich abgeschlossen, plant Google dafür laut Schätzungen eine Jahresgebühr in Höhe von umgerechnet rund 50 Euro zu erheben.


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Autor: Christian Gehl

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