Ein Jahr lang war der reguläre Facebook-Auftritt, das Einzige, was man dort von der Marke sehen konnte.
Ein Jahr lang war der reguläre Facebook-Auftritt, das Einzige, was man dort von der Marke sehen konnte. © Foto:Screenshot

Social-Media-Werbung | | von Anja Janotta

General Motors hebt Facebook-Boykott auf

Zurück auf der Bühne: Nach dem ziemlich publicity-trächtigen Rückzug von General Motors aus der Facebook-Werbung, schleicht sich der Autobauer nun auf leisen Sohlen zurück. Nach einem Bericht von "Ad Age" überweist General Motors nun doch wieder Mediageld an Facebook. Gründe dafür wurden nicht bekannt. Im Jahr 2011 hat General Motors Gerüchten zufolge zehn Millionen Dollar bei dem Social Network ausgegeben - der Gesamtwerbeetat belief sich in dem Jahr auf 3,1 Milliarden Dollar. Das Vehikel, mit dem General Motors nun im Social Web wieder unterwegs ist, ist die Marke Chevorlet. Man teste derzeit für die Kampagne "Find the road" mehrere mobile Werbeformen, darunter auch Facebook, wird ein Chevrolet-Sprecher von dem US-Dienst zitiert.

Der Ausstieg von General Motors im vergangenen Jahr hatte für einen ziemlich großen Eklat gesorgt, denn der damalige Marketing-Manager Joel Ewanick hatte nicht nur bei der Facebook-Werbung rigoros den Rotstift angesetzt. Dort soll er vergeblich effizientere Werbemaßnahmen verlangt haben, die über das damalig mögliche Spektrum hinausgingen. Die Kündigung im Mai kam für Facebook zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, knapp vor dem Börsengang. Auch GMs Superbowl-Engagement wurde unter Ewanicks Führung zusammengestrichen. Desweiteren plante Ewanick die Gründung einer Inhouse-Agentur.

Doch die hemdsärmelige Art des Marketingchefs war im Haus offenbar dann doch nicht so gut angekommen, Ewanick musste im Juli 2012 General Motors verlassen.

Prinzipiell stehen die Zeichen bei General Motors wieder auf Investment. Diesen Mittwoch hat die Opel-Mutter bekanntgegeben, bis 2016 vier Milliarden Euro in Deutschland und Europa investieren zu wollen.  "Als weltweit agierendes Automobilunternehmen braucht GM eine starke Präsenz in Europa – sowohl bei Design und Entwicklung als auch bei Fertigung und Verkauf", sagte Dan Akerson, Chairman und CEO von GM und schloss gleich auch ein Bekenntnis zur Marke Opel mit an: "Opel ist ein Schlüssel zu unserem Erfolg und genießt die volle Unterstützung des Mutterkonzerns.“

General Motors hebt Facebook-Boykott auf

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