Facebook: Wir bevorzugen gekaufte Posts nicht
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Sponsored Posts | | von Franziska Mozart

Facebook: Wir bevorzugen gekaufte Posts nicht

Facebook weist Vorwürfe zurück, es würde die Posts von Usern, die nichts bezahlen, schlechter positionieren. Die Spekulationen, das Netzwerk würde nicht nur bezahlte Nachrichten besser platzieren, sondern auch andere Posts von denselben Usern, stammen von Nick Bilton. Der Journalist schildert im Blog der "New York Times", wie sich bei seinen Posts die Zahl geteilter und empfohlener Inhalte schlagartig erhöhte, nachdem er 70 Dollar für Facebook-Werbung ausgegeben hatte. Erstaunt hat ihn dabei offenbar, dass sich das nicht nur auf die Posts auswirkte, für die er gezielt bezahlte, sondern auch auf seine anderen Inhalte.

Ausgangspunkt für Biltons Experiment war seine Beobachtung, dass plötzlich, obwohl sich die Zahl seiner Follower seit dem vergangenen Jahr stark erhöht hatte, die Interaktion abnahm. Er vermutete daher, dass seine Inhalte im News-Feed seiner Facebook-Freunde weniger präsent waren als gekaufte Beiträge.

In seinem Newsroom nimmt Facebook Stellung. Den Vorwurf, dass bezahlte Posts eine größere Sichtbarkeit im News-Feed der User hätten, weist das Unternehmen zurück. Die Algorithmen für Nachrichten und Werbung seien voneinander getrennt. Dass Bilton die Interaktion auf seine Posts im vergangenen Jahr und in diesem Jahr vergleiche, sei nicht aussagekräftig, sagt das Unternehmen. Die Merkwürdigkeiten, die Bilton wahrgenommen hat, waren also ein Zufall? Auch wenn seine Schilderungen überzeugend sind, es besteht immerhin die Möglichkeit, dass angesichts der Flut geteilter Inhalte einzelne Posts weniger Beachtung finden.

Jedenfalls hat der Blog-Eintrag des Journalisten auch hierzulande eine Diskussion über den Marktführer der sozialen Netzwerke angestoßen. Zeit Online beispielsweise hat sich Gedanken darüber gemacht, dass Facebook undurchschaubar geworden ist. "Wer seine Inhalte dort verbreitet, hat keinen Einfluss darauf, wie diese anderen präsentiert werden", schreibt der Dienst.

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