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Cannes 2013:
Innovation-Jury vergibt Grand Prix für wegweisende Technologie

Drei Löwen und einen Grand Prix verleiht die Innovation-Jury im ersten Jahr ihres Bestehens - das Technikland Deutschland geht allerdings leer aus.  

Text:

18. Juni 2013

Die Ausbeute ist nicht gerade groß. Die Jury um Präsident David Droga (Droga5) vergibt in der neuen Kategorie "Innovation" nur vier Löwen inklusive einem Grand Prix - bei 25 Shortlist-Plätzen. Es sei nicht das Bestreben der Jury gewesen, möglichst viele oder möglichst wenige Arbeiten auszuzeichnen, sagt Droga. Vielmehr wollten die Juroren eine angemessene Entscheidung treffen. 

Besonders erfreulich fällt die für The Barbarian Group, New York, aus. Die Digitalagentur holt sich mit ihrem Open-Source-Projekt "Cinder" den ersten Innovation-Grand-Prix. Mit Cinder lassen sich Inhalte kreativ visualisieren. Vor allem Echtzeit-Grafiken, Touch-Screens oder die interaktive Verbindung von Bild und Ton.

Zum Beispiel realisierten Audi und die Agenturen Schmidhuber & Partner, BIG sowie Kollision 2011 "Urban Future" mit Cinder-Software. Die beleuchtete LED-Lauffläche reagierte mit Lichteffekten auf die Schritte der Besucher und zeigte neue Konzepte für urbane Mobilität. 

Je ein Innovation-Löwe - bei denen die Jury noch nicht zwischen Gold, Silber und Bronze unterscheidet - geht an: Yota (Moskau) für ein Smartphone mit Display auf Vorder- und Rückseite, De-De aus New York und Getin Noble Bank aus Warschau. 

Die Einreichungen seien sehr unterschiedlich gewesen, sagt Jury-Präsident Droga. "Es waren sowohl Projekte von Multi-Millionen-Dollar-Unternehmen dabei, als auch von Garagenfirmen." Dementsprechend schwierig sei die Bewertung gewesen. "Wir wollen nur Arbeiten auszeichnen, die anderen in Zukunft nützlich sein können."

Nicht Kampagnen und deren Wirkung standen bei der Innovation-Jury also im Vordergrund. Vielmehr wegweisende technische Lösungen im Hard- oder Software-Bereich. Technische Innovation? Klingt nach einer Domäne der Deutschen. Doch: Fehlanzeige. Hiesige Agenturen reichten zwar 16 Arbeiten ein, aber keine davon gelangte auf die Shortlist.


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