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Grey ohne Führung: Hupertz und Vanoni gehen
Christian Hupertz, CEO von Grey Worldwide, und sein Kreativchef Roland Vanoni verlassen die Agentur in Düsseldorf. Lange war darüber spekuliert worden, ob die beiden sich mit Dickjan Poppema, dem neuen Chef der Grey-Gruppe, verstehen würden. W&V-Informationen zufolge war das nicht der Fall. Den Ausschlag für die Trennung gibt offenbar London: Es heißt, die WPP-Holding wolle mehr Rendite sehen und Leute entlassen. Das Grey-Büro in Berlin soll schon so gut wie dicht sein, den Mitarbeitern wurde anscheinend gekündigt. Poppema trägt die Vorgabe augenscheinlich mit, Hupertz und Vanoni nicht. Auch Finanzchef Andreas Janssen geht.
Offiziell äußern will sich zum Thema niemand. Zu erreichen war bis Redaktionsschluss keiner der Genannten. Poppema steht der Gruppe erst seit wenigen Wochen vor Mit der NRW Bank, dem Digitalgeschäft von C&A und Allianz, der Klassenlotterie GKL und Boxagrippal (Boehringer Ingelheim) haben Hupertz und Vanoni jüngst fünf Etats gewonnen, die sich sehen lassen können. Dafür müsste Grey nun Personal aufstocken, nicht abbauen. Vanoni und Hupertz werden sich jetzt neu orientieren. Es heißt, Hupertz sei networkmüde und mache sich selbstständig. Auch Vanoni scheint Angebote zu haben. Poppema dürfte den Posten Hupertz’ fürs erste selbst übernehmen.
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Updates Grey ohne Führung: Hupertz und Vanoni gehen Grey entlässt ein Dutzend Mitarbeiter
Grey entlässt ein Dutzend Mitarbeiter
Das Top-Management um den langjährigen Grey-Chef Uli Veigel musste bereits gehen. Doch dabei wird es nicht bleiben. Nach W&V-Informationen muss bei der kriselnden Networkagentur rund ein Dutzend Mitarbeiter die Koffer packen. Grund ist die mangelnde Profitabilität der Grey Group Germany, welche der Londoner WPP-Zentrale ein Dorn im Auge ist. Von WPP-Chef Martin Sorrell ist bekannt, dass er keine Kompromisse eingeht, wenn es darum geht, seine Agenturen auf Rendite zu trimmen.
Bei Grey spielt man das Thema Personalabbau zwar herunter. Klar ist aber unter anderem, dass der Grey-Standort Berlin ganz geschlossen wird. "Für konkrete Zahlen ist es aus vielfacher Sicht zu früh", sagt ein Agentursprecher auf Anfrage von W&V Online. "Wir reden hier eher über eine Verschiebung, da sowohl einige wenige Stellen wegfallen werden als auch Neueinstellungen in anderen Bereichen geplant sind." Zum Beispiel seien derzeit im Digitalbereich sieben Stellen zu besetzen. Auch bei der Designtochter KW43 würden neue Leute gebraucht. Gerüchte über einen größeren Stellenabbau werden von Agenturseite zurückgewiesen. Der traditionell als Markenagentur positionierte Dienstleister, der von 1978 bis 2006 von Bernd M. Michael geführt wurde, beschäftigt in Deutschland aktuell 429 Mitarbeiter.

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