Personalabbau:
Grey entlässt ein Dutzend Mitarbeiter
Das Top-Management um den langjährigen Grey-Chef Uli Veigel musste bereits gehen. Dabei wird es nicht bleiben. Nach W&V-Informationen muss bei der kriselnden Networkagentur ein Dutzend Mitarbeiter die Koffer packen.
Das Top-Management um den langjährigen Grey-Chef Uli Veigel musste bereits gehen. Doch dabei wird es nicht bleiben. Nach W&V-Informationen muss bei der kriselnden Networkagentur rund ein Dutzend Mitarbeiter die Koffer packen. Grund ist die mangelnde Profitabilität der Grey Group Germany, welche der Londoner WPP-Zentrale ein Dorn im Auge ist. Von WPP-Chef Martin Sorrell ist bekannt, dass er keine Kompromisse eingeht, wenn es darum geht, seine Agenturen auf Rendite zu trimmen.
Bei Grey spielt man das Thema Personalabbau zwar herunter. Klar ist aber unter anderem, dass der Grey-Standort Berlin ganz geschlossen wird. "Für konkrete Zahlen ist es aus vielfacher Sicht zu früh", sagt ein Agentursprecher auf Anfrage von W&V Online. "Wir reden hier eher über eine Verschiebung, da sowohl einige wenige Stellen wegfallen werden als auch Neueinstellungen in anderen Bereichen geplant sind." Zum Beispiel seien derzeit im Digitalbereich sieben Stellen zu besetzen. Auch bei der Designtochter KW43 würden neue Leute gebraucht. Gerüchte über einen größeren Stellenabbau werden von Agenturseite zurückgewiesen. Der traditionell als Markenagentur positionierte Dienstleister, der von 1978 bis 2006 von Bernd M. Michael geführt wurde, beschäftigt in Deutschland aktuell 429 Mitarbeiter.